Chance vertan – Rat bekennt sich nicht zum Verzicht auf Glyphosat

Auf Antrag der Grünen hatte der Umweltausschuss nach intensiver fachlicher Diskussion im Februar einstimmig dem HFA und Rat empfohlen zu beschließen, dass keine glyphosathaltigen Mittel durch die Stadt und die ZGS auf kommunalen Flächen eingesetzt und das bienen- und insektenfreundliche Blühflächen und Projekte von der Stadt initiiert werden sollen. Außerdem sollte für die Zukunft ein Verbot auf kommunalen Flächen, die landwirtschaftlich- oder zum Gartenbau genutzt und auf Sportanlangen verankert werden. Nach dem Hauptausschuss hat nun auch der Rat mit seiner Mehrheit aus SPD, FDP und WFS diese Beschlüsse ohne tragende Begründung abgelehnt. Somit wurde eine Chance vertan, ein deutliches Zeichen für nachhaltigen Natur- und Artenschutz zu setzen. Zwar wurde positiv hervorgehoben, dass die Stadt Sprockhövel selbst auf den Einsatz des gesundheitsschädlichen und Insektengefährdenden Totalherbizids Glyphosat verzichtet, zu einem weitergehenden Beschluss zum Verzicht konnte sich die Mehrheit es Rates jedoch nicht durchringen. Mittlerweile sind in Deutschland 210 Städte einer Initiative des BUND „Pestizidfreie Kommune“ angeschlossen und bewirtschaften ihre Flächen ohne Pestizide oder mindestens ohne Glyphosat.

Sprockhövel zählt nun nicht dazu.

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