Grüne besorgt über Atomkraftwerke in Belgien und Frankreich

 

Auf ihrer Jahreshauptversammlung gedachten Bündnis90/Die Grünen Sprockhövel der Opfer des Atomunglücks in Fukushima vor 5 Jahren. Noch heute müssen täglich mehrere Tonnen Wasser zur Kühlung in die lecken Reaktoren gepumpt werden. Auch in Deutschland sind noch acht Atomkraftwerke am Netz. Keines von ihnen entspricht dem Stand von Wissenschaft und Forschung. Der Ausstieg bis 2022 ist beschlossen, doch in den letzten Jahren sollen die Kassen der Konzerne nochmals so richtig sprudeln: zum Ende dieses Jahres soll die 2010 beschlossene Brennelementesteuer enden. So kämen die Betreiber in den nächsten Jahren zu zusätzlichen Einnahmen von mehr als 5 Milliarden EURO. Bündnis90/Die Grünen fordern, dass das Gesetz verlängert wird. „Weiterhin ungelöst sind die Probleme der Endlagerung und der langfristigen finanziellen Absicherung der strahlenden Bauruinen nach Ende der Laufzeit“, erinnert Sprecherin Bettina Mangold-Beyerle. Mit Sorge blicken Bündnis90/Die Grünen Sprockhövel auch nach Belgien, wo der seit 2012 wegen tausender kleiner Risse stillgelegte Reaktor in Tihange trotz wiederholter Störungen immer wieder angefahren wurde. Bündnis90/Die Grünen Sprockhövel unterstützen die Bestrebungen der Städte-Region Aachen zu einer Klage und fordern, dass auch die Bundesregierung endlich offiziell die Sorgen der nordrhein-westfälischen Bevölkerung gegenüber dem Nachbarland vertritt und sich für die sofortige Schließung einsetzt.

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