Klimaschutz : Ein wichtiges Thema für Sprockhövel

Im August war es wieder soweit:  Die Stadtverwaltung lud ein zum zweiten Workshop  Klimaschutzkonzept  für unsere Stadt  Sprockhövel.

Thema: Einsatz erneuerbarer Energien und Gebäudesanierungsmöglichkeiten in Sprockhövel. Mit Vertretern von  Vereinen, Einrichtungen und Firmen wollte man sich austauschen. Klimaschutz  funktioniert nicht einfach per Gesetz, es braucht Rückhalt  durch aktive Bürger in der Kommune.

Eigentlich klar, dass bei einem so wichtigen Thema  Vertreter aller im Rat vertretenen Parteien dabei sein sollten! Jeden Tag gibt es neue Meldungen über die Auswirkungen des Klimawandels: Abrutschende Berghänge, Starkregen, wir haben alle die  Katastrophenbilder von überall auf der Welt vor Augen.

„Die Resonanz auf die Einladung hat uns doch sehr enttäuscht“, so Bettina Mangold-Beyerle, Sprecherin von Bündnis 90 /Die Grünen in Sprockhövel.  „Kein Gewerbetreibender, keine Firma, keine weiteren Parteienvertreter,- und das bei einem Thema, das dringlicher gar nicht sein könnte!“

In den letzten 10 Jahren  sind in NRW über 130.000 Kreditanträge mit einem Volumen von etwa 8,5 Mrd. €  für energetische Gebäudesanierung genehmigt  und 430.000 Wohneinheiten saniert worden, so die Referentin des mit der Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes für unsere Stadt beauftragte Firma Gertec aus Essen. In Sprockhövel leben viele ältere Bürger, die ihr Haus verkaufen. Die Chance und meist absolute  Notwendigkeit für Käufer, oft  junge Familien,  für eine umfassende  energetische Optimierung  des Gebäudes. Hier sieht auch Gertec das größte Potential.

Übrigens: Fast jedes zweite Dach in Sprockhövel ist für die Nutzung  von Sonnenenergie geeignet. Der Regionalverband Ruhr  hat ein Solardachkataster für die gesamte Region erstellt. Interessierte können sich am heimischen PC unter dem Link http://www.metropoleruhr.de/index.php?id=27077  ein Bild davon machen, ob es sich rechnet, das eigene Dach mit Anlagen für Photovoltaik oder Solarthermie  zu bestücken. Ein spezielles  Verfahren prüft die Eignung anhand von verschiedenen Optionen, wie Sonneneinstrahlung, Verschattung oder Ausrichtung  und Neigung der Dachflächen.

Wir müssen auf kommunaler Ebener alles tun, um den Anteil regenerativer Energie in unserer Stadt zu erhöhen.

Wir sind die erste Generation, die am eigenen Leib spürt, wie gefährlich sich das Klima verändert – und wohl die letzte Generation, die etwas dagegen tun kann!

Packen wir’s an! Jetzt. Sofort.

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