Nichts als heiße Luft zum Klimaschutz in Sprockhövel

 

Bündnis 90/Die Grünen bedauern, dass vom Rat kein starkes gemeinsames Zeichen für mehr Klimaschutz ausging.

Am 20.09.2019 sind bundesweit 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gegangen, um ein deutliches Zeichen zu setzen, dass deutlich mehr gegen die bestehende Klimakatastrophe unternommen werden muss.

Knapp eine Woche später wird der GRÜNE Antrag „den Klimaschutz als vorrangige kommunale Aufgabe der Stadt Sprockhövel einzustufen“ von einer Mehrheit im Rat abgelehnt.

Das bereits in der vorherigen Ratssitzung am 13. Juni unterbreitete Angebot, gemeinsam einen Antrag zu formulieren wurde leider von keiner Partei angenommen.

Jetzt haben SPD, FDP und WFS kurzfristig einen eigenen Antrag eingebracht und diesen mit ihrer Stimmenmehrheit durchgeboxt.

Bisher wurden alle Anträge zum Thema Nachhaltigkeit und Klima- und Umweltschutz ausnahmslos von den Sprockhöveler Grünen auf die Tagesordnung gesetzt.

Hierzu zählte auch die Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit im Jahr 2017.

Die hieraus resultierenden GRÜNEN Anträge zur Schaffung einer Infrastruktur von Ladesäulen für E-Fahrzeuge, Dachbegrünung, Photovoltaik, Wertstoffhof, Fahrradschutzstreifen wurden bisher von der Ratsmehrheit vollständig abgelehnt.

„Wir begrüßen, dass nun immerhin auch die anderen Parteien wenigstens das 2017 beschlossene Klimaschutzkonzept nunmehr „systematisch umsetzen“ wollen.

Doch bis vor einer Woche war noch nicht einmal ein Antrag auf Förderung einer Stelle für Klimamanagement gestellt, wie wir es bereits vor 2. Jahren gefordert haben.

Wie auf Bundesebene wird auch hier vor Ort das Thema zu zögerlich angegangen, was die Ablehnung unserer bisherigen Anträge zeigt.“, so Fraktionsvorsitzender Thomas Schmitz.